Was ist Doppik?
RUB » UV » Doppik

Was ist Doppik?

"Doppik" ist ein Kunstwort und steht für "doppelte Buchführung in Konten". Gemeint ist der Buchführungsstil, der als kaufmännische Rechnungslegung in der freien Wirtschaft praktiziert wird.
Kern der Doppik ist die doppelte Buchung sämtlicher Geschäftsvorgänge auf zwei Konten, jeweils als "Soll" an "Haben". Es werden dadurch - anders als bei der bisherigen, kameralistischen Buchführung - nicht nur Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge festgehalten, sondern auch Schulden, Güter und Außenstände. Das Ziel ist es, alle Geschäftsvorfälle zeitnah und umfassend so zu dokumentieren, dass automatisch ein Überblick über den betriebswirtschaftlichen Erfolg (Gewinn oder Verlust) und auch über den Vermögens- und Verbindlichkeitsstand entsteht.


Der Jahresabschluss

Einmal im Jahr, am Ende des Kalenderjahres, wird Bilanz gezogen: Im Dezernat 4 wird der Jahresabschluss für die RUB erstellt. Er besteht aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem erläuternden Anhang, einem Lagebericht der Hochschulleitung, die die Ergebnisse in Hinblick auf die Zukunft interpretiert, und verschiedenen Aufstellungen zur Herkunft und Verwendung der Mittel (sog. Spiegel).

Die Bilanz

Die Bilanz besteht aus der Betrachtung der Vermögens- und Schuldenwerte der gesamten Hochschule an einem Stichtag. Die Vermögenswerte werden auf der "Aktiva-Seite" ausgewiesen (Vermögensverwendung). Die Verbindlichkeitswerte, also die Schulden, werden parallel auf der "Passiv-Seite" (Vermögensherkunft) ausgewiesen. Die Aktivseite umfasst insbesondere Wirtschaftsgüter und das "flüssige" Vermögen, Umlaufvermögen genannt. Die Passivseite umfasst neben dem Eigenkapital auch das Fremdkapital, also Kredite. Unter dem Strich müssen Aktiv- und Passivseite den gleichen Betrag zeigen.
An der Bilanz lässt sich die Differenz zwischen den Vermögenswerten des Vorjahrs und des aktuellen Jahres ablesen. Sie zeigt also an, ob der Gesamtwert der Organisation zu- oder abgenommen hat.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Die Gewinn- und Verlustrechnung (auch Ergebnisrechnung genannt), ist die Gegenüberstellung der erwirtschafteten Erträge und der dafür benötigten Aufwendungen. Die Differenz zwischen den beiden wird dann je nach Vorzeichen als Gewinn oder Verlust bezeichnet.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung eines Jahres spiegelt sich in der entsprechenden Vermögensveränderung beim Eigenkapital wider - ein zusätzliches Kontrollmoment bei der doppelten Buchführung, der hilft Fehler auszuschließen.